Zum Inhalt springen
Citurra
ChatGPT Ads6 Min. Lesezeit

ChatGPT Ads vs. Google Ads: Was ist der Unterschied?

Kurz gesagt

Der Hauptunterschied liegt im Suchverhalten: Bei Google Ads tippen Nutzer kurze Stichworte, bei ChatGPT beschreiben sie ihre Lage in ganzen Sätzen. Google Ads ist ausgereift, gut messbar und stark umkämpft. Werbung in ChatGPT ist neu, weniger umkämpft, aber auch weniger erprobt. Für die meisten Unternehmen ist Google Ads die Basis und ChatGPT Ads die Ergänzung.

Zwei unterschiedliche Arten zu suchen

Der wichtigste Unterschied hat nichts mit Technik zu tun, sondern mit Sprache.

Bei Google tippt jemand: „Steuerberater Kleinunternehmer”.

Bei einem KI-Assistenten schreibt dieselbe Person: „Ich habe letztes Jahr ein Kleingewerbe angemeldet und bin mit der Steuererklärung überfordert. Brauche ich einen Steuerberater oder reicht ein Programm?”

Im zweiten Fall liegen viel mehr Informationen auf dem Tisch: der Anlass, der Wissensstand, die eigentliche Unsicherheit. Werbung kann darauf genauer reagieren.

Wo Google Ads klar vorne liegt

Man sollte Google Ads nicht kleinreden. Der Kanal hat handfeste Vorteile:

Reichweite. Google wird von praktisch allen genutzt. Kein anderer Kanal erreicht so viele Menschen mit Kaufabsicht.

Ausgereifte Technik. Kampagnentypen, Gebotsstrategien, Auswertungen – alles ist seit Jahren im Einsatz und gut dokumentiert.

Messbarkeit. Du kannst nachvollziehen, welcher Klick zu welcher Anfrage geführt hat.

Erfahrungswerte. Für fast jede Branche gibt es Anhaltspunkte, was ein Klick ungefähr kostet.

Der Preis dafür: hoher Wettbewerb. In umkämpften Branchen sind die Klickpreise deutlich gestiegen.

Wo Werbung in ChatGPT interessant ist

Weniger Wettbewerb. Weil der Kanal neu ist, sind noch nicht alle da. Das kann sich ändern – aber im Moment ist es so.

Mehr Zusammenhang. Der Nutzer beschreibt seine Lage genauer. Das ist eine bessere Grundlage für eine passende Empfehlung als drei Stichworte.

Anderer Moment. Der Nutzer ist oft noch in der Orientierungsphase, nicht erst kurz vor dem Kauf. Wer dort früh auftaucht, ist bei der Entscheidung schon bekannt.

Der Preis dafür: wenig Erfahrungswerte. Es gibt keine über Jahre gewachsenen Vergleichszahlen. Man muss selbst testen.

Die Gegenüberstellung

Suchverhalten: Google – kurze Stichworte. ChatGPT – ganze Sätze mit Zusammenhang.

Reife des Kanals: Google – seit über zwanzig Jahren etabliert. ChatGPT – neu, entwickelt sich noch.

Wettbewerb: Google – hoch bis sehr hoch. ChatGPT – aktuell geringer.

Erfahrungswerte: Google – umfangreich. ChatGPT – kaum vorhanden.

Planbarkeit: Google – gut. ChatGPT – eingeschränkt, weil sich der Kanal noch verändert.

Welcher Kanal wann sinnvoll ist

Wenn du nur ein kleines Budget hast und verlässlich Anfragen brauchst: Google Ads. Der Kanal ist berechenbarer.

Wenn du bereits Google Ads schaltest und nach Ergänzungen suchst: Ein Test in ChatGPT lohnt sich – mit einem kleinen Teil des Budgets, sauber getrennt gemessen.

Wenn deine Kunden viel recherchieren und vergleichen: Der Kanal ist besonders interessant, weil genau diese Menschen KI-Assistenten nutzen.

Wenn du in einer stark umkämpften Branche bist und die Klickpreise bei Google kaum noch tragbar sind: Ein Ausweichkanal kann sich lohnen – solange du ihn als Test behandelst und nicht als Ersatz.

Kein Entweder-oder

Die Frage „ChatGPT Ads oder Google Ads” stellt sich in der Praxis selten. Sinnvoller ist: Google Ads als verlässliche Basis, ChatGPT Ads als Test mit einem klar begrenzten Teil des Budgets.

Wer den neuen Kanal ausprobiert, während er noch günstig ist, hat später einen Vorsprung an Erfahrung. Wer den bewährten Kanal dafür abschaltet, riskiert seine Anfragen.

Nächster Schritt

Mehr dazu, was wir konkret übernehmen, steht auf unserer Seite zu ChatGPT Ads. Wenn du wissen willst, wie eine sinnvolle Aufteilung für dein Unternehmen aussehen könnte, sprich uns an.

Über den Autor

Geschrieben von der Redaktion von Citurra, einer KI-Marketing-Agentur für ChatGPT Ads und KI-generierte Social-Media-Videos. Wir schreiben nur über das, womit wir selbst arbeiten – und sagen dazu, wo etwas noch neu und im Wandel ist.

Fragen zu deinem Fall?

Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir uns dein Unternehmen konkret an und sagen dir, was sinnvoll ist – und was nicht.